OSHA

Occupational Safety and Health Administration (OSHA) –
OSHA-Aktivität in Bezug auf Zerspanungsflüssigkeiten

OSHA Website

März 2004

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gerichtsverfahren – Die amerikanische Gewerkschaft für Arbeiter in der Automobilindustrie (UAW) und die amerikanische Stahlarbeitergewerkschaft (USWA) gegen die US-amerikanische Behörde für Arbeitsschutz und Sicherheit – Petition für die OSHA-Norm für Zerspanungsflüssigkeiten (Nov. 2003)

Das Urteil – Das Gericht hat die Petition der Gewerkschaften auf Prüfung abgelehnt. Die Auswertung des Gerichts enthält drei Teile: 1) die zu prüfenden Statuten; 2) ob OSHA eine statutarische Pflicht zur Regulierung von MWFs hat; und 3) ob OSHAs Weigerung MWFs zu regulieren, willkürlich und eigenwillig war. Die vom Gericht geprüften Staturen waren das Amerikanische Arbeitsschutzgesetz (insbesondere Kapitel 655)(OSH-Gesetz) und das Verwaltungsverfahrensgesetz (APA). Alle am Gerichtsstreit beteiligten Parteien teilten dem Gericht mit, dass dies die zwei relevanten Statuten wären. Das Gericht legte das Argument der Gewerkschaften vor, dass OSHA die Pflicht hätte, innerhalb von 60 Tagen nach Erhalt einer Empfehlung von einem Beratungskomitee zu handeln. Das Gericht urteilte, dass das OSH-Gesetz nichts enthält, was den OSHA-Verwalter verpflichtet, seine Ermessensbefugnis einem Beratungskomitee abzutreten. Das Gericht stimmt zu, dass die Statuten die Ermessensbefugnis des Verwalters bestätigen.

Das Gericht sagt, „OSHA entschied sich niemals, MWFs zu regulieren, geschweige denn, Gesetzgebungsverfahren mit der Veröffentlichung einer vorgeschlagenen Regelung offiziell einzuleiten.“ Dementsprechend fand das Gericht, dass OSHA keine Verpflichtung zur Regulierung von MWFs hat.

Das Gericht stimmt auch OSHAs Beurteilung zu, dass eine MWF-Gesetzgebung zeitraubend und schwierig wäre, weil „MWFs in einer Vielzahl an Typen, zahlreichen Kombinationen und in vielen Formen vorkommen.“ Des Weiteren sagt das Gericht, dass „Exposition auf verschiedene Personen unterschiedliche Auswirkungen habe.“ Obwohl das Gericht aussagte, dass es mit den Arbeitern sympathisierte, hat der Minister einen breiten Spielraum, den regulativen Tagesordnungspunkts der Agentur festzulegen, und die Entscheidung, OSHAs knappe Mittel auf etwas anderes zu richten war weder willkürlich noch eigenwillig.

Dezember 2003

OSHA reagierte auf die UAW-Petition mit der Aussage, dass es vor kurzem die Bedeutung der MWFs erneut geprüft hätte. Als Ergebnis dieser Prüfung bestimmte OSHA, dass die Gesetzgebung derzeit nicht angemessen ist. OSHA sagt aus, dass andere Aktionen unternommen werden müssten, die gemeinsam mit dem bereits verfügbarem Leitfaden eine wirksame und angemessene Antwort auf die Gefahren von Maschinenführern und anderen Personen, die MWFs ausgesetzt sind, darstellen würden. OSHA ist der Meinung, dass ein flexibler Ansatz, inklusive „Best Practises“-Richtlinien in Kombination mit Förderungs- und Schulungsmaßnahmen die am besten geeignete Antwort ist und möchte die Gefahren, denen Arbeiter ausgesetzt sind, effektiv reduzieren.

Ein weiteres, betontes Anliegen in der UAW-Petition ist, ob die Materialsicherheitsdatenblätter (MSDS) die mit diesen Chemikalien und Gemischen verbundenen Gefahren präzise beschreiben. OSHA möchte seinen Mitarbeitern vor Ort den Informationstyp bekannt geben, der auf MSDS für Zerspanungsflüssigkeiten stehen sollte, um angemessene Prüfungen durchführen zu können.

OSHA erklärte, dass sie auch eine Kooperation mit ILMA (deren aktives Mitglied Quaker ist) haben, um weiterhin bei der Identifizierung von Gefahren zu unterstützen und Wege zu finden, diese anzugehen, sowie bei der Entwicklung zusätzlicher Bildungs- und Förderungsmaterialien. OSHA ist der Meinung, dass all diese Instrumente Arbeiter und Angestellten ermöglichen, die Belastung durch MWF-Gefahren wirksam zu überwachen.

Oktober Die amerikanische Gewerkschaft für Arbeiter in der Automobilindustrie (UAW) und die amerikanische Stahlarbeitergewerkschaft (USWA) klagten gegen die US-amerikanische Arbeitsministerin Elaine Chao, um die US-Behörde Ocuppationale Safety and Health Administration (OSHA) zu zwingen, klare Luftnormen für US-Fabriken zu bestimmen. Die Klage fordert das Gericht auf, OSHA aufzufordern, Normen zu prüfen, um den erlaubten Grenzwert für Zerspanungsflüssigkeiten an US-Arbeitsplätzen zu reduzieren.
Dezember 2001 Entsprechend der Veröffentlichung ihres Gesundheits- und Sicherheitsleitfadens für Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWFs) hat die Behörde für Unfallverhütung und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz angekündigt, dass sie ihre kontroverse hinsichtlich Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWFs) zurückzieht. In der von der OSHA veröffentlichten regulatorischen Agenda gibt die Behörde an, dass die Veröffentlichung des „Best Practises“-Handbuchs die Ziele des regulatorischen Vorgehens erfüllt. Als Ergebnis hiervon, wurde eine weitere regulatorische Aktion von der Tagesordnung zurückgezogen. Die regulatorische Agenda besagt, „OSHA glaubt, dass die Verfügbarkeit dieses umfassenden und behördlichen Förderungsmaterials die Gesundheitsrisiken für Maschinisten und sonstige Personen, die diesen Flüssigkeiten ausgesetzt sind, erheblich reduzieren wird. Dementsprechend und vor dem Hintergrund der begrenzten Mittel, streicht OSHA diesen Punkt dieses Mal von der Agenda.“
November Die Behörde für Unfallverhütung und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) hat einen 89 Seiten starken Gesundheits- und Sicherheits-Leitfaden für Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWFs) herausgegeben. „Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Best-Practices-Handbuch zu Sicherheit und Gesundheit“. Das Handbuch liefert allgemeine Informationen über Metallbearbeitungsflüssigkeiten und empfiehlt einen Systemmanagementansatz zur Kontrolle der Belastung und zur Reduzierung des Kontakts mit der Flüssigkeit.
1999 Nach nahezu zwei Jahren der Überlegungen sprach sich die Mehrzahl des MWFSAC offiziell für die Empfehlung aus, dass die Behörde für Unfallverhütung und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz eine Gesundheitsnorm unter Kapitel 6(b)(5) des Arbeitsschutzgesetzes aufnehmen sollte, welche eine Grenzwertbeschränkung auf 0,5 mg/m3, Expositionsbewertung, ärztliche Überwachung und Schulung festlegt.
1997 OSHA berief einen Beratungsausschuss für Metallbearbeitungsflüssigkeiten am Arbeitsplatz (MWFSAC) ein und beauftragte diesen, „OSHA eine Empfehlung auszusprechen, zu einer Norm für Arbeitssicherheit und Gesundheit, einem Leitfaden oder einer anderen angemessenen Antwort, um die negativen Gesundheitsauswirkungen durch die Belastung am Arbeitsplatz“ durch Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWF) zu mildern.
1993 Die Internationale Vereinigung, die amerikanische Gewerkschaft für Arbeiter in der Automobilindustrie und Arbeiter in der Landwirtschaft (UAW) stellten einen Antrag an OSHA, regulatorische Aktionen zum Schutz der Arbeiter vor den Risiken von Krebs- und Atemwegserkrankungen aufgrund der MWF-Exposition festzulegen.

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OSHA – zieht den regulatorischen Rahmen für Metallbearbeitungsflüssigkeiten zurück – Dezember 2001

Entsprechend der Veröffentlichung ihres Gesundheits- und Sicherheitsleitfadens für Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWFs) hat die Behörde für Unfallverhütung und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz angekündigt, dass sie ihr kontroverses Vorgehen hinsichtlich Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWFs) zurückzieht. Die Neuigkeiten wurden in der halbjährlichen Publikation von OSHAs regulatorischer Agenda Anfang Dezember verkündet, mit einer Zusammenfassung des Status der derzeitigen regulatorischen Projekte und Prioritäten für die nächsten zwölf Monate.

Im Dezember 1993 stellten die Internationale Vereinigung, die amerikanische Gewerkschaft für Arbeiter in der Automobilindustrie und Arbeiter in der Landwirtschaft (UAW) einen Antrag an OSHA, regulatorische Notfallaktionen zum Schutz der Arbeiter vor den Risiken von Krebs- und Atemwegserkrankungen aufgrund der MWF-Exposition am Arbeitsplatz festzulegen. In der, von der OSHA veröffentlichten regulatorischen Agenda gab die Behörde an, dass die Veröffentlichung des „Best Practises“-Handbuchs die Ziele des regulatorischen Vorgehens erfüllt. Mit dem Ergebnis, dass eine weitere regulatorische Aktion von der Agenda zurückgezogen wurde. Die regulatorische Agenda besagt, „OSHA glaubt, dass die Verfügbarkeit dieses umfassenden und behördlichen Förderungsmaterials die Gesundheitsrisiken für Maschinisten und sonstige Personen, die diesen Flüssigkeiten ausgesetzt sind, erheblich reduzieren wird. Dementsprechend und vor dem Hintergrund der begrenzten Mittel, streicht OSHA diesen Punkt dieses Mal von der Agenda.

 

OSHA thematisiert MWF-Leitfaden – November 2001

Die Behörde für Unfallverhütung und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) hat einen 89 Seiten starken Gesundheits- und Sicherheits-Leitfaden für Metallbearbeitungsflüssigkeiten (MWFs) herausgegeben. „Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Das Best-Practises-Handbuch für Gesundheit und Sicherheit“ wurde von OSHA fast vier Jahre lang entwickelt und es stützt sich auf Empfehlungen des Beratungsausschusses für Metallbearbeitungsflüssigkeiten am Arbeitsplatz (MWFSAC), das Kriteriendokument für die Exposition mit Metallbearbeitungsflüssigkeiten am Arbeitsplatz des Nationalen Instituts für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (NIOSH), und „Management der Umgebung von Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Ein Leitfaden für die sichere und effiziente Anwendung von Metallbearbeitungsflüssigkeiten“ der Organization Resource Counselors (ORC).

Das Handbuch liefert allgemeine Informationen über Metallbearbeitungsflüssigkeiten und empfiehlt einen Systemmanagementansatz zur Kontrolle der Belastung und zur Reduzierung des Kontakts mit der Flüssigkeit. Diese Strategie umfasst die Überwachung von Engineering- und Arbeitspraktiken wie Maschinengehäuse, Ventilation und den Gebrauch persönlicher Schutzmittel. Das Handbuch empfiehlt Gesundheitsrichtlinien am Arbeitsplatz zur Reduzierung der negativen gesundheitlichen Auswirkungen durch die Exposition mit MWFs am Arbeitsplatz.

Außerdem empfiehlt der Leitfaden, ein Verwaltungsprogramm für Mitarbeiter für den Umgang mit Flüssigkeiten einzurichten, dass auch die Verantwortung einer oder mehrerer Personen mit Kenntnissen zum Gebrauch von Chemikalien bei der Metallverarbeitung für das System umfasst. Das Programm sollte zudem normierte Betriebsverfahren für Flüssigkeitstests, einen Datenbestand und ein Rückverfolgungssystem, die Teilnahme der Mitarbeiter an der Einstellung und des Betriebs des gesamten Systems sowie ein kontinuierliches Schulungsprogramm enthalten.

Des Weiteren gibt der Leitfaden Empfehlungen zur Einrichtung eines Expositionsüberwachungsprogramms (Luftprobennahme) auf – mindestens – jährlicher Basis. Das Handbuch empfiehlt, dass die Mitarbeiterexpositionen erneut bewertet werden müssen, wenn es signifikante Änderungen innerhalb der Produktion, der Ausrüstung oder der Prozesse gibt, die zu neuen oder zusätzlichen Expositionen mit Metallbearbeitungsflüssigkeiten führen können. Schließlich empfiehlt das Handbuch ein proaktives medizinisches Überwachungsprogramm für exponierte Mitarbeiter, welches dabei hilft, Atemwegsbeschwerden oder Hautbeeinträchtigungen in einem frühen Stadium zu erkennen. Die frühe Erkennung aktiviert korrektive Aktionen, die wiederum helfen, das Auftreten und den Schweregrad von Erkrankungen durch Metallbearbeitungsflüssigkeiten zu reduzieren.

Das Best Practises-Handbuch für Metallbearbeitungsflüssigkeiten ist keine neue Norm oder Verordnung und stellt keine gesetzliche Verpflichtung dar. Es ist beratender Natur, inhaltlich informativ und ist für die Nutzung durch Mitarbeiter gedacht, um Arbeitern, die Metallbearbeitungsflüssigkeiten ausgesetzt sind, einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz zu bieten. Das gesamte Handbuch finden Sie hier.

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OSHA-Aktivität in Bezug auf eine mögliche Metallbearbeitungsflüssigkeits-Norm

Der Beratungsausschuss für Metallbearbeitungsflüssigkeiten am Arbeitsplatz (MWFSAC), der eingerichtet wurde, um den Arbeitsminister in Bezug auf geeignete Aktionen zum Schutz der Arbeiter vor Gefahren, die durch Exposition mit Metallbearbeitungsflüssigkeiten am Arbeitsplatz entstehen, zu beraten, hat seine endgültigen Empfehlungen für OSHA-Aktionen im Juli 1999 herausgegeben. Obwohl es innerhalb der 15-köpfigen Gruppe viele Kontroversen gab, hat die SAC-Mehrheit dafür gestimmt, zu empfehlen, dass:

OSHA eine umfassende 6(b)-Norm für Metallbearbeitungsflüssigkeiten* erstellt, die Folgendes umfasst:

  • einen PEL (zulässigen Grenzwert) von 0,5 mg/m3 (Gesamtpartikelmasse)
  • Systemmanagement
  • Aktive ärztliche Überwachung
  • Schulung und Ausbildung

Der SAC empfahl des Weiteren, dass OSHA diese Norm mit alle möglichen Schnelligkeit verkünden sollte, da davon auszugehen sei, dass eine Implementierungsphase erforderlich sei.

Der Minderheitenbericht empfiehlt einen nicht regulativen Ansatz, der die Veröffentlichung von Richtlinien für den Umgang mit der Metallverarbeitungsumgebung der Agentur umfasst, verknüpft mit einem kooperativen Förderungs- und Bildungsprogramm (mit Industrie und Akademie).

OSHA hat vollständige Flexibilität in Bezug auf das SAC-Gutachten – sie kann alle oder Teile der SAC-Empfehlungen übernehmen. Sie kann jeden Teil des Gutachtens ändern, anpassen und entfernen. Allerdings wird auf OSHA hinsichtlich der Veröffentlichung der Norm und der Adoption der Best Practises viel Druck ausgeübt. Außerdem wurde das Kriteriendokument des NIOSH (Nationales Institut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) bereits mit spezifischen NIOSH-Empfehlungen für einen REL (empfohlenen Grenzwert) von 0,5 mg/m3 veröffentlicht.

Der SAC wurde ebenfalls von OSHA beauftragt, die Best Practises zur Erkennung, Messung und Überwachung der Metallbearbeitungsflüssigkeits-Umgebung zu empfehlen. Abgesehen von der empfohlenen Norm selbst, können die Best Practises die größte Auswirkung auf die Metallflüssigkeitsbearbeitungs-Umgebungen haben.

* Auch wenn „Metallbearbeitungsflüssigkeit“ als Term verwendet wird, hat der SAC zugestimmt, dass die Beratungen und Empfehlungen sich nur auf die Anwendung von Zerspanungsflüssigkeiten (MRF) beziehen.

Der folgende Artikel liefert tiefer gehende Informationen in Bezug auf die Aktivitäten des OSHA MWF-Normberatungsausschusses. August 1999 Version 49 Nr. 8

OSHA MWFSAC empfiehlt regulative Aktion Nach nahezu zwei Jahren der Überlegungen sprach sich die Mehrzahl des MWFSAC offiziell für die Empfehlung aus, dass die Behörde für Unfallverhütung und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz eine Gesundheitsnorm unter Kapitel 6(b)(5) des Arbeitsschutzgesetzes aufnehmen sollte, welche eine Grenzwertbeschränkung auf 0,5 mg/m3, Expositionsbewertung, ärztliche Überwachung und Schulung festlegt.

Es wurde eine Minderheitenempfehlung erstellt und übersandt, die einen nicht regulativen Ansatz unterstützt und der Agentur die Veröffentlichung von Richtlinien für den Umgang mit der Metallverarbeitungsumgebung vorschlägt, verknüpft mit einem kooperativen Förderungs- und Bildungsprogramm (mit Industrie und Akademie). Hier anklicken, um den ganzen Artikel zu lesen.

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